Smart Metering: den Energie­verbrauch intelligent messen

Mit einem Smart Meter haben Sie den eigenen Stromverbrauch immer im Blick – auf einem Display in der Wohnung.Smart Meter geben exakte Informationen über unseren Stromverbrauch, die der Kunde über ein Display in der Wohnung ablesen kann.

Smart Meter sind kommunikationsfähige, elektronische Messeinrichtungen, die einen exakten Überblick darüber geben, zu welchem Zeitpunkt wie viel Energie im Haushalt verbraucht wird.

Damit sind sie herkömmlichen Zählern um einiges voraus: Diese zählen lediglich den Gesamtverbrauch zusammen. Verbräuche für Tage, Wochen oder Jahre müssen abgelesen und selbst berechnet werden. Zu welcher Uhrzeit ein Spitzenverbrauch stattfindet, lässt sich nicht feststellen.

Die Vorteile von Smart Metering

Automatisches Ablesen
Smart Meter übermitteln die erfassten Daten per Funk, über die Stromleitung oder auch über das Internet. So wissen Sie und Ihr Netzbetreiber jederzeit, wie viel Energie Sie verbrauchen. Das Ablesen des Zählers entfällt.

Genauere Abrechnungen
Derzeit ist Energie sparen eher Gefühlssache. Smart Meter jedoch liefern „harte Fakten“ und ermöglichen eine regelmäßige Kontrolle. Auch genaue monatliche Abrechnungen könnten erstellt werden. Einige Versorger bieten den Kunden an, die persönlichen Daten per Internet in einem passwortgeschützten Bereich einzusehen.

Smart Meter machen den eigenen Energieverbrauch im Detail sichtbar.

Intelligente Stromzähler sorgen für Transparenz beim Stromverbrauch. Spitzenwerte geben Hinweise auf Stromfresser und regen dazu an, das eigene Verhalten zu hinterfragen.

Schnellt beispielsweise der Verbrauch in die Höhe, wenn die Halogenlampen im Flur brennen, dann könnten diese zum Beispiel durch LEDs ausgetauscht werden. Oder schlägt der Verbrauch beim Wäschewaschen aus, könnte es sich auf lange Sicht lohnen, eine neue und energieeffiziente Waschmaschine zu kaufen.

Wer weiß, wann zu Hause wie viel Energie verbraucht wird, kann besser handeln und sparen.

Smart Meter sind ebenso die technische Basis für tageszeitabhängige Tarife: So könnte zum Beispiel nachts Strom preiswerter sein. Dann würde es sich lohnen, die Waschmaschine oder den Geschirrspüler in diesem Zeitraum laufen zu lassen.

Smart Meter jetzt schon nutzen?

Während die Industrie Smart Metering schon länger nutzt, hat es in Haushalten noch keinen flächendeckenden Einzug gehalten. Seit Ende 2010 werden Smart Meter von Messdienstleistern, also regionalen Netzbetreibern, angeboten. Sie sind allerdings noch nicht überall verfügbar.

Flächendeckender Einsatz von Smart Meter

Das Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2020 rund 80 Prozent aller Haushalte mit Smart Metern auszustatten. Aktuell befindet sich Deutschland jedoch noch in der Testphase und für einen flächendeckenden Einsatz müssen sich Hersteller und Versorger auf einheitliche Standards einigen. Unsere europäischen Nachbarn sind übrigens schon etwas weiter: In Schweden sind bereits alle Haushalte mit Smart Metern ausgerüstet.

Der Energieverbrauch kann um so besser gesteuert werden, je mehr Häuser mit Smart Meter zusammen geschlossen sind.

Smart Meter, an mehreren Häusern zusammengeschlossen, machen den Energieverbrauch steuerbar.

Bausteine für ein Smart Grid

Smart Meter bilden die Basis für ein ganzheitlicheres modernes Stromnetz – das Smart Grid: Je mehr Smart Meter zum Einsatz kommen, desto genauer und flächendeckender ist die Datenlage über den Energieverbrauch. Dadurch lässt sich die Energiebeschaffung besser planen.

Smart Meter sind wichtig, wenn es darum geht, das schwankende Angebot aus erneuerbaren Energien mit dem Bedarf in Einklang zu bringen.

Umweltschutz mit Smart Metern

Kommen Smart Meter deutschlandweit zum Einsatz, könnten laut co2online jährlich bis zu 8,5 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Dafür reicht es natürlich nicht, die intelligenten Zähler zu installieren. Nur wenn wir bewusster mit Energie umgehen und unser Verhalten ändern, werden solche Einsparungen möglich.