Grillsaison: Mit diesem Gerät grillen Sie energie­sparend

Beim Grillen mit Holzkohle Energie sparen? eLIFE gibt umweltfreundliche Tipps.Beim Grillen mit Holzkohle Energie sparen? eLIFE gibt umweltfreundliche Tipps.

Das Spiel mit dem Feuer: Grillen mit Holzkohle

Eingefleischte Grillfans schwören auf das Grillen mit dem Klassiker Holzkohle. Nicht nur weil mit dem stimmungsvollen Feuer und dem unverwechselbaren Raucharoma eine besondere Atmosphäre entsteht. Die oft runden und schicken Holzkohlegeräte auf Rollen sind überall einsetzbar und schnell aufgestellt. Lange Aufheizzeit, Kohle nachlegen und auch die Gefahr, dass das Grillgut auf dem Rost anbrennt, werden als kleiner Beigeschmack gerne in Kauf genommen, da es für die meisten zum traditionellen Brutzeln dazugehört.

Klassisch grillen: Der puristische Holzkohlegrill von Dancook ist überall einsetzbar.

Der puristische Holzkohlegrill von Dancook ist überall einsetzbar.

Umweltschonend mit Holzkohle zündeln

Damit das Grillerlebnis nicht nur originalgetreu, sondern auch umweltfreundlich ist, sollten Sie Kohle aus deutschem Laubholz benutzen. Diese ist ein Abfallprodukt bei der Holzgewinnung und daher ökologisch wertvoll. Als Orientierungshilfe beim Kauf hilft das FSC-Siegel des „Forest Stewardship Council“.

Ein weiteres nachhaltiges Grillutensil sind umweltfreundliche Grillanzünder. Diese bestehen aus Holzwolle, die mit Wachs überzogen ist. Sie brennen ohne unangenehmen Geruch etwa zehn Minuten lang, ohne dabei Mensch und Natur zu belasten.

Der eLIFE-Spartipp: Die unverbrannten Kohlestücke aussortieren und wiederverwenden. Die Asche der verbrannten Kohle eignet sich als Dünger für den Garten oder kann auf dem Kompost entsorgt werden.

Energiesparendes Grillen unter Strom

Eine immer beliebter werdende Alternative zum Holzkohlegrill ist der Elektrogrill. Dadurch, dass er nicht raucht und riecht ist er zum Liebling auf Balkonien avanciert. Wer auf den typischen Grillgeschmack nicht verzichten will, kann Holzchips verwenden. Diese müssen etwa eine halbe Stunde (besser ist eine Stunde) in Wasser eingelegt werden, bis sie sich gut vollgesogen haben.

Die Holzchips danach einfach wie Kohle anzünden und verwenden. Doch Vorsicht, das Grillgerät sollte dabei immer geöffnet bleiben, sonst nehmen die Speisen einen zu intensiven Geschmack an. Bei offenem Deckel hingegen erhalten Fleisch und Würstchen, aber auch Tofu-Burger das klassische Barbecue-Aroma. Bei Regen kann der Grill auch in der Wohnung aufgestellt werden, die Gartenparty ist also auch wetterfest.

Der eLIFE-Spartipp: Das Gerät frühzeitig abschalten, zum Beispiel wenn Sie die letzten Stücke auf den Rost legen und die Restwärme nutzen.

Elektrisch grillen: CO2-neutraler Grillabend mit dem Elektrogrill von Weber

CO2-neutraler Grillabend mit dem Elektrogrill von Weber

Smartes Brutzeln: Grillen mit Gas

Im Gegensatz zur elektrischen Variante lässt sich die Hitze beim Gasgrill exakt regulieren. Die Location für die Grillparty ist ebenso wie mit Holzkohle unabhängig von der Stromquelle – einfach die Gasflasche dort aufstellen wo der Griller steht. Zudem kann sofort gestartet werden. Flamme an und los geht’s – und das auch noch ohne lästigen Geruch und Qualm. Der Gasgrill vereint die Vorteile von Strom und Kohle und die Speisen sind frei von Rußpartikeln, ein vorteilhafter Aspekt für die Gesundheit.

Der eLIFE-Spartipp: Beim Gasgrill kommt die Hitze auf den Punkt. Einheizen und losgrillen oder Hitze wegnehmen, wenn das letzte Stück gegrillt ist. Durch diese flexible Regulierung ist es leicht, energiesparend zu grillen.

Mit Gas grillen: Einfach den Heat-Edelstahl-Gasgriller aufstellen, losgrillen und Energie sparen.

Einfach den Heat-Edelstahl-Gasgriller aufstellen, losgrillen und Energie sparen.

Eine ganz andere Alternative: umweltfreundliches Grillen auf Lavastein

Der Lavasteingrill etabliert sich gerade als fast rauchfreie und gesunde Alternative zum Holzkohlegrill. Das Prinzip ist ähnlich, nur dass statt Kohle Lavasteine erhitzt werden. Diese können immer wieder verwendet werden und müssen nicht weggeworfen oder neu gekauft werden. Ein positiver Aspekt für die Umwelt, aber auch für den Geldbeutel. Allerdings müssen sie nach jedem Einsatz gereinigt werden.

Mit Steinen grillen: Griller mit Lavasteinen, hier von Lecanche, haben auch eine Haube.

Energie einfangen: Griller mit Lavasteinen, hier von Lecanche, haben auch eine Haube.

Der eLIFE-Spartipp: Der Lavasteingrill verfügt im Gegensatz zu einem Gasgrill über einen Deckel bzw. eine Haube. Diese kann zum Warmhalten der Speisen genutzt werden – das spart das ständige „Befeuern“ der Steine.

Das eLIFE-Fazit: Unser Sieger ist der Elektrogrill. Ein Elektrogrill ist umweltfreundlich und spart Strom. Ja, Sie haben richtig gelesen. Denn entgegen des allgemeinen Verständnisses, dass Grillen mit Kohle die umweltfreundlichste Variante der Essenzubereitung sei, kommt der Griller mit Strom besser weg. Die Menge an Treibhausgasen bei einem strombetriebenen Grill ist fast doppelt so gering wie bei einem Holz- oder Gasgrill.


Grill doch mal grün: drei nachhaltige Vorschläge

1. Hot Stones

Einweggeschirr und Plastikbesteck zu benutzen ist natürlich unkompliziert, doch der Abwasch geht auch stressfrei, ohne unnötigen Müll zu produzieren. Die Idee: In der Regel glüht die Kohle noch, wenn das letzte Grillgut auf dem Teller liegt. Erhitzen Sie mit dieser Energie Wasser in einer Wanne oder einem großen Eimer (aus Blech, auf gar keinen Fall aus Plastik). Dort können Sie den Grillrost und stark verschmutzte Teller und das Besteck einweichen. So haben Sie später weniger Aufwand beim Abspülen.

2. Alles bio!

Setzen Sie auf Bio-Fleisch und regionales Gemüse für Ihre Grillparty. Zum einen wegen der CO2-Werte, die durch nicht ökologische Tierhaltung und unnötigen Transport in die Höhe steigen. Zum anderen aber auch wegen des Energieverbrauchs bei der Nahrungsmittelherstellung. Alleine für ein Kilo Rindfleisch, das nicht aus der Region kommt, werden 15.000 Liter an virtuellem Wasser verbraucht. Dieses virtuelle Wasser ist jene Menge an Wasser, die für die Herstellung eines Produktes benötigt oder verschmutzt wird. Eine Auflistung des Wasserverbrauchs für Dinge im alltäglichen Gebrauch finden Sie im eLIFE-Artikel Virtuelles Wasser: So viel Wasser steckt in Produkten.

3. Bis(s) zum Ende

Da der Grillrost auch nach dem Menü noch länger warm ist, warum dann nicht gleich das Dessert dort auflegen? Stellen Sie vorher sicher, dass die Grillreste abgebrannt sind, und bürsten Sie den Rost kurz ab. Obst eignet sich für einen süßen Nachtisch besonders gut. Um den CO2-Wert gering zu halten, probieren Sie regionale und saisonale Früchte wie etwa halbe Birnen, Aprikosen oder auch Mirabellen am Spieß. Diese schmecken mit einem Schlag Sahne ebenso gut wie die weit gereisten Bananen oder Ananas. Wir wünschen guten Appetit!