Der eigene Pool: So planschen Sie energie­sparend

Energie tanken und Energie sparen, das geht beides im eigenen Pool.Energie tanken und Energie sparen, das geht beides im eigenen Pool.

Ein eigener Pool bringt das Urlaubsfeeling direkt zu Ihnen nach Hause. Um die richtige Wahl zu treffen, sollten vor der Anschaffung jedoch einige Fragen geklärt sein:

Eine der wichtigsten ist das Budget. Außerdem aber auch die Frage, wie oft Sie das eigene Schwimmbad nutzen werden. Und auch, wie viele Personen im Sommer darin planschen wollen.

Drei Fragen zu Ihrem zukünftigen Swimmingpool

1. Niedriges Budget: Der aufblasbare Mini-Pool 

Das aufblasbare Becken aus Kunststoff ist schnell aufgebaut und bereits für unter 100 Euro zu haben. Großen Spaß bietet das Planschbecken vor allem kleinen Wasserratten, doch auch Sie können mit den Füßen im Wasser und einem Drink in der Hand in Urlaubsstimmung kommen.

Der eLIFE-Extra-Tipp: Sie haben keinen Garten? Ein kleines Planschbecken können Sie sogar auf dem Balkon aufbauen – werfen Sie hierzu jedoch erst einen Blick in den Mietvertrag.

eLIFE hat einen Überblick zu Aufwand und Budget für Sie erstellt.

eLIFE hat einen Überblick zu Aufwand und Budget für Sie erstellt.

2. Mittleres Budget: Der aufstellbare Pool

Wer richtig schwimmen möchte, der kann das schon in einem Aufstellbecken mit einer Tiefe von 1,20 Metern tun. Kleine Aufstellbecken gibt es bereits ab etwa 300 Euro, größere und luxuriösere können bis zu 10.000 Euro kosten. Ein solches Becken besteht je nach Preis aus einer stabilen Kunststoff-, Holz- oder Stahlwand, die mit Poolfolie verkleidet wird.

Was Sie dafür benötigen? Einen eigenen Garten oder eine große Terrasse mit einem ebenen Untergrund. Ist der Boden uneben, kann die Außenwand durch ungleichen Wasserdruck einknicken. Interessant für Mieter: Aufstellbecken benötigen in den meisten Bundesländern keine Baugenehmigung, da sie das zulässige Wasservolumen von 100 Kubikmetern selten überschreiten.

Der eLIFE-Extra-Tipp: Haben Sie einen Gemeinschaftsgarten? Dann könnten Sie auch einmal die Nachbarn fragen, vielleicht ergibt sich ja eine gemeinsame Anschaffung.

Einfach Pool aufstellen und trotzdem richtig planschen: Das können Sie im Aufstellpool.

Einfach aufstellen und trotzdem richtig planschen: Das können Sie im Aufstellpool.

3. Luxus: Der Einbaupool

Echter Badeluxus im eigenen Garten, der in der kleinen Variante (nur für den Pool) ab etwa 2.000 Euro kostet. Der Preis nach oben ist offen, je nach Größe, Qualität und Ausstattung. Hierbei kommen noch Kosten für den Einbau hinzu:

Zunächst wird der Untergrund ausgehoben und mit Beton ausgegossen. Sie können zwischen verschiedenen Modellen wählen – günstigste Variante ist das Stahlwandbecken. Es darf etwas teurer sein? Dann eignet sich auch ein vorgefertigtes Polyesterbecken, das sich besonders leicht reinigen lässt.

Gemauerte oder betonierte Pools sind hochwertiger, erfordern aber den größten Planungsaufwand: Dieser Bau gehört in fachmännische Hände!

Pool: Gerade beim Einbaupool gibt es etliche Möglichkeiten, Energie zu sparen.

Gerade beim Einbaupool gibt es etliche Möglichkeiten, Energie zu sparen.

Der eLIFE-Extra-Tipp: Wenn Sie handwerklich begabt sind, dann können Sie auch mit anpacken. Das spart Kosten. Das Buddeln vorab können Sie selbst übernehmen. Wenn Sie es sich zutrauen, können Sie auch mit einem kleinen Bagger die Grube ausheben. Diese gibt es auch zu mieten.

Aufstellbecken gibt es ab circa 300 Euro, Becken für einen Einbaupool beginnen etwa bei 2.000 Euro.

Haben Sie sich für einen Pool entschieden, kann der Aufbau beginnen. Allerdings sollten Sie auch bedenken, dass ein Swimmingpool nicht nur mit Wasser befüllt werden muss, sondern auch Kosten für Beheizung und Reinigung entstehen.

Damit der Traum vom eigenen Pool nicht zur Kostenfalle wird, haben wir Tipps zum energieeffizienten Badevergnügen zusammengestellt. Diese sind vor allem für größere Aufstellpools sowie für den Einbaupool im Garten gedacht:

5 Energiespartipps für den eigenen Pool

1. Nutzen Sie die Sonnenwärme

Schon beim Einbau können Sie energiesparend planen: Richten Sie den Pool nach Südosten aus. So wird er möglichst lange von der Sonne gewärmt und Sie heizen generell viel weniger, als wenn der Pool immer im Schatten liegt.

Beim Pool: Nutzen Sie die Sonnenwärme.

2. Heizen Sie mit einer Wärmepumpe

Setzen Sie auf eine Luft-Wärmepumpe zur Beheizung. Sie zieht Wärme aus der Umgebungsluft und gibt diese an das Wasser im Pool ab. Solch eine Pumpe verbraucht weit weniger Energie, als sie an das Wasser abgibt.

Beim Pool auf Luft-Wärmepumpe setzen.

3. Heizen Sie mit Solarenergie

Mit einer Solar-Poolheizung erzeugen Sie die Wärme nicht nur umweltfreundlich, sondern sparen auf lange Sicht Kosten. Moderne Solarsysteme zur Beckenwasser-Erwärmung speichern die kostenlose Wärmeenergie der Sonne, die Sie später auch bei Schatten nutzen können.

Beim Pool: Heizen Sie mit Solarenergie.

4. Die schwimmende Abdeckung

Die Abdeckung des Pools durch eine Plane hält nicht nur Blätter oder anderen Schmutz davon ab, ins Wasser zu fallen, sondern hilft auch gegen Energieverlust. Durch die Wasserverdunstung an der Oberfläche (Verdunstungskälte) kühlt das ganze Becken ab. Eine Abdeckung wirkt der Verdunstung entgegen. Ein weiterer angenehmer Nebeneffekt ist die kostenlose solare Aufheizung des Beckenwassers im abgedeckten Zustand bei Pools, die direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind.

Beim Pool verhindert eine Abdeckung das Auskühlen.

5. Richtig pumpen

Sogenannte frequenzgesteuerte Filterpumpen reduzieren den Stromverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Pumpen erheblich. Diese Pumpen passen ihren Betrieb an die jeweiligen Anforderungen an und verbrauchen dabei natürlich weniger Energie. Das Ergebnis bleibt dasselbe: ein sauberer Pool. Abgesehen davon gibt es mittlerweile auch Solarfilterpumpen. Sollte die Solaranlage einmal nicht genügend Energie liefern, kommt ein Akku zum Einsatz.

Beim Pool reduzieren frequenzgesteuerte Filterpumpen die Stromkosten.