Energielabel: Kühl­schrank kaufen für coole Rechner

Das Energielabel hilft Ihnen, den richtigen Kühlschrank zu finden.Der richtige Kühlschrank spart Energie und ist auf Ihre Gewohnheiten zugeschnitten.

So lesen Sie das Energielabel richtig

Das Energielabel für Kühl- und Gefriergeräte stellt die wichtigsten Informationen über die Geräte und die Kühlschrank-Energieeffizienz dar. Der Energieverbrauch wird übersichtlich in einer farblichen Energieeffizienzskala aufgeführt: Grün ist gut, Rot ist schlecht. Die Kühlschrankhersteller sind dazu verpflichtet, das EU-Label an jedem Produkt sichtbar anzubringen.

Das EU-Energielabel für Kühlschränke gibt wichtige Hinweise, unter anderem zur Energieeffizienzklasse und zum Stromverbrauch des Kühlschranks.

Das EU-Energielabel für Kühlschränke.

Vier Fragen, die Sie sich stellen sollten

1. Welche Energieeffizenzklasse ist mir wichtig?

Die effizientesten Modelle werden mit A+++ ausgezeichnet. Diese sind teurer, verbrauchen aber in etwa nur die Hälfte eines vergleichbaren Gerätes mit der Energieeffizienzklasse A+. Geräte, die neu auf den Markt kommen, müssen A+ sogar als Mindestanforderung erfüllen. Greifen Sie also nicht gleich zum Schnäppchen mit schlechter Energieeffizienzklasse. Die Energiekosten können langfristig die Geldersparnis beim Kauf zunichtemachen und am Ende zahlen Sie drauf.

2. Welche Größe brauche ich wirklich?

Ja, ein großer Kühlschrank beeindruckt und sieht toll aus. Verrichtet er jedoch halbleer seine Dienste, treibt er nur unnötig die Stromkosten in die Höhe: Auch ungenutzter Stauraum muss gekühlt werden. Wie Sie Ihren Kühlschrank energiesparend befüllen, lesen Sie im Beitrag Kühlschrank-Ordnung: Wir räumen auf! Rechnen Sie für einen Single mit circa 100 Liter Nutzvolumen. Für jede weitere Person im Haushalt mit circa 50 Litern. Für einen 4-Personen-Haushalt sollten Sie also Kühlschränke mit einem Fassungsvermögen von ungefähr 250 Litern in Betracht ziehen. Prinzipiell gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren und das eigene Einkaufsverhalten kritisch zu hinterfragen!

3. Benötige ich ein Gefrierfach?

Verzichten Sie ruhig auf ein Tiefkühlfach, wenn Sie um Tiefkühlware einen großen Bogen machen und auch sonst nichts einzufrieren haben. Anderenfalls setzen Sie auf eine Kühl-Gefrierkombination. Moderner Standard sind voneinander getrennte Kühl- und Gefrierteile mit separaten Türen und Kühlkreisläufen. Achten Sie außerdem auf die Sterne bei den Gefrierfächern: Mindestens drei sollten es für eine langfristige Lagerung bei minus 18 Grad sein. Ansonsten gilt wie auch beim Kühlteil: Welche Größe benötige ich wirklich? Denn Untersuchungen belegen, dass sich unser „Einfrierverhalten“ dem zur Verfügung stehenden Stauraum angleicht. Das bedeutet: je mehr Platz, desto mehr wird eingefroren.

4. Wo steht der Kühlschrank?

Viele Jahrzehnte lang standen Kühlschränke in Küchen, brummten vor sich hin und störten nicht weiter. Seit der Trend jedoch zu offenen Wohnküchen geht, kann die Geräuschentwicklung ein wichtiges Kaufkriterium sein. Besonders leise Kühlschränke verursachen weniger als 35 Dezibel. Beim Kauf sollten Sie außerdem beachten, dass eine höhere Betriebslautstärke des Gerätes vom menschlichen Ohr als sehr viel lauter wahrgenommen werden kann.

Wussten Sie zum Beispiel, dass zehn Dezibel mehr als doppelt so laut empfunden werden?

Achtung, nicht den Stromfresser umlagern!

Den alten Kühlschrank ins Wochenendhaus oder in den Partykeller auszulagern, ist kein guter Plan. Denn dort frisst er – heimlich, still und mehr oder weniger leise – weiter viel zu viel Strom.

Das eLIFE-Fazit: Nutzen Sie das Energielabel, um sich beim Kauf eines Kühlschranks zu orientieren. Es gibt Ihnen wichtige Hinweise, um eine gute Wahl zu treffen.