Split-Klimaanlage: effiziente Abkühlung

Split-Klimaanlage: Split-Klimageräte sind effizienter als mobile Geräte, da keine warme Luft von außen nach innen strömt.Split-Klimageräte sind effizienter als mobile Geräte, da keine warme Luft von außen nach innen strömt.

So wird’s was mit dem prima Klima

Splitgeräte und Multi-Splitgeräte bestehen aus mindestens zwei Komponenten: dem Kühlteil und dem Verdichter. Die kühlende Fläche ist im Innengerät integriert, das im Wohnraum angebracht ist. Dieses gibt es in verschiedenen Ausführungen – als Wand-, Truhen- oder Deckengerät. Die wärmeableitende Fläche befindet sich im Außengerät, das zum Beispiel an die Gebäudefassade montiert wird oder auf dem Balkon stehen kann. Beide Teile sind durch eine Rohrleitung miteinander verbunden.

Im Innengerät wird die Raumluft gefiltert, abgekühlt, entfeuchtet und nach außen transportiert. Das kondensierte Kältemittel wird anschließend nach innen zurückgeleitet und muss entweder durch eine Rohrleitung dem Abwasser zugeführt oder manuell aus einem Sammelbehälter entleert werden. Werden in einem Haus mehrere Klimaanlagen benötigt, so bieten sich sogenannte Multi-Splitgeräte an, bei denen verschiedene Innengeräte mit einem Außengerät verbunden werden.

Split-Klimaanlage: Funktionsweise eines Split-Klimagerätes mit Kältemittel

Funktionsweise eines Split-Klimagerätes mit Kältemittel

  1. Der Kompressor saugt das gasförmige Kältemittel an und verdichtet es auf hohen Druck und hohe Temperatur.
  1. Im Wärmetauscher, auch als Verflüssiger oder Kondensator bezeichnet, wird das sogenannte Heißgas von einem Ventilator mit Luft gekühlt. Dabei verflüssigt sich das Kältemittel.
  1. Vor dem Ventil staut sich das flüssige Kältemittel und entspannt sich dahinter schlagartig. Durch die Druckabsenkung verdampft das Kältemittel und dessen Temperatur sinkt.
  1. Im Verdampfer nimmt das abgekühlte Kältemittel die Wärme des Raumes auf, indem sich die Luft über dem kalten Wärmetauscher abkühlt und wieder in den Raum geblasen wird.

Split-Klimageräte können auch heizen

Durch eine moderne Split-Klimaanlage kann jeder Raum optimal temperiert und entfeuchtet werden ­– egal, wie warm oder kalt es draußen ist. Sie können genauso gut heizen wie kühlen. Modelle mit Wärmepumpenfunktion bringen Ihnen in der Übergangszeit vom Frühling zum Sommer und vom Sommer zum Herbst, aber auch an kühlen Sommertagen Wärme auf Tastendruck. Nur in der Anschaffung sind sie teurer als ihre mobilen Geschwister.

Inverter-Technologie spart Energiekosten

Durch eine eingebaute Inverter-Technologie wird die Drehzahl des Verdichters stufenlos reguliert und kontinuierlich dem aktuellen Leistungsbedarf angepasst. Dadurch kann bis zu 40 Prozent Energie gespart werden im Vergleich zu herkömmlichen Systemen mit fester Drehzahl. Inverter-Split-Klimaanlagen sind daher besonders sparsam und vor allem für Multi-Splitanwendungen zu empfehlen.

Was bringen Split-Klimaanlagen?

Leistung

Splitgeräte sind effizienter als mobile Klimageräte, da keine warme Luft von außen nachströmt. Zudem besteht mit Multi-Splitgeräten die Möglichkeit, bis zu zehn Innengeräte an ein zentrales Außengerät anzuschließen und so mehrere Räume zu kühlen. Pro Kühlteil mit einer Kälteleistung von 2.000 bis 2.500 Watt können Räume mit einer Grundfläche von bis zu 35 Quadratmetern gekühlt werden.

Stromverbrauch

Wenn Sie die Klimaanlage oft benutzen, lohnt sich eine Split-Klimaanlage. Diese verbraucht bei besserer Leistung weitaus weniger Strom als ein mobiles Klimagerät.

Lautstärke

Split-Klimageräte sind recht leise, da der Kühlkompressor in der Außenanlage installiert wird. So bleibt es in den Wohnräumen angenehm leise, selbst ein Betrieb während der Nachtstunden ist möglich im Gegensatz zu diversen mobilen Geräten.

Luftfeuchtigkeit

Dschungelklima in den eigenen Wänden ist unangenehm. Klimageräte sorgen für Wohlfühltemperaturen bei angenehmer Luftfeuchtigkeit. Split-Klimageräte befreien die Luft zusätzlich von Allergenen.

Komfort

Moderne Modelle lassen sich dank Fernbedienung unkompliziert steuern. Bei Multi-Splitgeräten ist jedes Innenteil individuell programmierbar. Dabei können die Temperatur, die Richtung des Luftstroms und die Kühlstärke verändert werden. Zudem ist es möglich, einen Zeitpunkt einzustellen, an dem sich das Klimagerät automatisch aus- oder anschalten soll.

Split-Klimaanlage: Das sollten Sie beachten

1. Installation

Beim Einbau eines Split-Klimagerätes wird in die Gebäudesubstanz eingegriffen, indem eine Außenwand für die Rohrleitung durchbohrt werden muss. Engagieren Sie für die Montage am besten einen Fachmann. Zudem sind Splitgeräte vor allem eine gute Lösung für Hauseigentümer. Als Mieter sollten Sie vor dem Kauf mit Ihrem Vermieter sprechen und sich die Installation schriftlich genehmigen lassen.

2. Lautstärke

Split-Klimageräte haben den Vorteil, dass das Kühlteil außen am Gebäude installiert wird. Positionieren Sie die „Lärmquelle“ möglichst weit entfernt vom Schlaf- und Wohnzimmer.

3. Kosten

Split-Klimageräte kosten wenige Hundert bis mehr als 2.000 Euro. Allerdings müssen Sie für Splitgeräte oder Multi-Splitgeräte noch die Kosten für die Installation und Inbetriebnahme einplanen, da diese in der Regel nur vom Fachmann übernommen werden kann.

4. Netzschalter

Wählen Sie ein Splitgerät mit Netzschalter, sodass es sich außerhalb der Saison tatsächlich abschalten lässt.

So finden Sie die passende Split-Klimaanlage

Der erste Schritt zu Ihrer Klimaanlage beginnt mit einem Taschenrechner. Bevor Sie mit der Suche loslegen, sollten Sie die benötigte Kühlleistung für den zu kühlenden Raum errechnen und sich fragen, an wie vielen Tagen und in wie vielen Räumen das Gerät zum Einsatz kommen wird.

Orientieren Sie sich an 60 Watt pro Quadratmeter. Für 20 Quadratmeter benötigen Sie demzufolge ein Modell mit einer Leistung von circa 1.200 Watt.

Lesen Sie das EU-Energielabel richtig

Raumklimageräte werden in die Energieeffizienzklassen A+++ bis D eingestuft. Das Energielabel kennzeichnet diese Einteilung durch eine Farbskala. Dunkelgrün steht für A+++ und bedeutet, das Gerät gehört zu den sparsamsten auf dem Markt. Solche Modelle verbrauchen im Vergleich zu Klimaanlagen der Klasse B rund 40 Prozent weniger Strom (Einschlauchgerät im Kühlbetrieb). Kennzeichnungspflichtig sind Klimageräte bis zwölf Kilowatt Kühlleistung.

Split-Klimaanlage: Das EU-Energielabel für Klimageräte

Das EU-Energielabel für Klimageräte

Geräte, die neu in den Handel kommen, müssen im Kühlbetrieb mindestens die Energieeffizienzklasse A erfüllen. Für Geräte, die auch heizen können, gilt im Heizbetrieb die Klasse B. Bei Verwendung klimaschonender Kühlmittel gelten geringere Anforderungen.

Bevor Sie also zum preiswerten Baumarkt-Schnäppchen greifen, schauen Sie ganz genau hin: Das Energielabel bietet Ihnen gute Vergleichsmöglichkeiten.

5 Tipps für die Benutzung von Klimageräten

Temperaturunterschiede: Große Abweichungen zwischen der klimatisierten Raumtemperatur und der Sommerhitze draußen bereiten dem Körper erhebliche Anpassungsschwierigkeiten. Über die schweißnasse Haut kühlt er sehr schnell aus und ist anfällig für einen „Kälteschock“. Außerdem besteht die Gefahr einer Erkältung oder Sommergrippe. Der Temperaturunterschied sollte höchstens sechs Grad betragen.

Luftfeuchtigkeit: Klimageräte können die Luftfeuchtigkeit im Raum so weit herunterregulieren, dass das Raumklima als unangenehme Kälte empfunden werden kann und im schlimmsten Fall zur Erkältung führt.

Raumgröße: Setzen Sie das Klimagerät nicht in einem größeren Raum als vorgesehen ein, denn dann läuft die Kühlung die ganze Zeit auf höchster Stufe, aber erzielt nicht den gewünschten Effekt. Die Folgen: Es bleibt heiß und stickig, während die Stromkosten unnötig steigen.

Hitzeschutz: Lassen Sie Wärme gar nicht erst in Ihre Wohnung. Sonnensegel, Roll- oder Fensterläden helfen dabei.

Luftzirkulation: Ein Deckenventilator entlastet die Klimaanlage um etwa 40 Prozent, da der Ventilator die gekühlte Luft im Raum verteilt. Aber auch ein Standventilator bringt die kühle Luft dorthin, wo sie benötigt wird. So kann die Klimaanlage eine Stufe heruntergestellt werden bzw. muss nicht so lange laufen.