Grillsaison: So brutzeln Sie sicher

Um Grillunfälle zu vermeiden, sollten Sie auf Ihre Sicherheit achten.Um Grillunfälle zu vermeiden, sollten Sie auf Ihre Sicherheit achten.

In Deutschland gibt es jedes Jahr etwa 4.000 Grillunfälle mit zum Teil schweren Verletzungen. Die meisten dieser Zwischenfälle sind vermeidbar und auf leichtsinniges Verhalten zurückzuführen. Damit Sie besser vorsorgen können, hat eLIFE für Sie ein paar wichtige Hinweise zusammengetragen.

Die Vorbereitung: Das ist der richtige Grillplatz

Sicheres Grillen fängt schon vor dem eigentlichen Brutzeln an: Denn die richtige Vorbereitung kann entscheidend für Ihre Sicherheit sein. Gehen Sie sicher, dass Ihr Grill standfest und auf nicht brennbarem Boden aufgestellt wird. Wenn Sie in der Natur grillen, ist es außerdem wichtig, den Grill nicht zu nah an Bäumen, Feldern oder auch Gartenmöbeln zu platzieren. Mindestens drei Meter Abstand sollten Sie hier einhalten. Damit keine Funken entstehen, sollte der Grill möglichst im Windschatten stehen.

Grillen in geschlossenen Räumen ist lebensgefährlich!

Darüber hinaus dürfen Sie auch bei Regenwetter niemals in geschlossenen Räumen wie zum Beispiel Garagen grillen. Ohne Zu- oder Abluft droht akute Erstickungsgefahr!

Die eLIFE-Grill-Checkliste: Das gehört zur richtigen Vorbereitung

Die Ausstattung: Diese Utensilien brauchen Sie

Bei einem lockeren Grillfest im Garten grillen Sie am liebsten in Shorts oder barfuß? Das ist zwar bei warmen Temperaturen angenehm, erhöht aber die Gefahr von Grillunfällen. Stattdessen sollten Sie immer mit festem Schuhwerk grillen und eine Grillschürze tragen. So vermeiden Sie Verbrennungen durch Funkenflug.

Am besten legen Sie dazu auch noch hitzebeständige Handschuhe an. Außerdem wichtig: Um Verbrennungen zu vermeiden, das Grillgut nie mit einer Gabel, sondern mit einer langen Zange wenden.

Die eLIFE-Grill-Checkliste: Das gehört zur richtigen Ausstattung

Jetzt wird’s heiß: So grillen Sie lecker und sicher

Sind alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen und Handschuhe und Schürze angelegt, kann der Grillspaß losgehen. Grundsätzlich sollten Sie den Grill nicht unbeaufsichtigt lassen.

Benzin oder Spiritus können schwere Grillunfälle verursachen!

Wenn Sie mit Holzkohle grillen, sollten Sie ausschließlich geprüfte Grillanzünder verwenden, um die Kohlen zum Glühen zu bringen. Auf keinen Fall Benzin oder Spiritus in den Grill gießen! Dadurch können unberechenbare Stichflammen entstehen, die zu schweren Verbrennungen führen können.

Schon gewusst? Die richtige Grilltemperatur ist bei einem Holzkohlegrill erreicht, wenn sich eine weiße Ascheschicht auf den Kohlen gebildet hat. Circa 45 Minuten sollten Sie sich daher nach dem Entzünden gedulden.

Wenn der Grill die optimale Temperatur erreicht hat, können Sie Fleisch, Gemüse und Käse auf den Rost legen. Aber Vorsicht: Nicht jedes Fleisch eignet sich. Gepökeltes Fleisch wie Räucherspeck, Wiener oder Kasseler darf nicht auf den Grill. Durch die Hitze können sich im Gepökelten krebserregende Stoffe bilden.

Wenn im Grill kleine Flammen entstehen, sollten Sie diese außerdem niemals mit Wasser oder Bier löschen. Besser ist es, das Grillgut einfach an die Seite des Rosts zu legen. Durch das heruntertropfende Fett können sonst ähnlich wie bei einer Fritteuse Stichflammen entstehen. Darüber hinaus wirbeln Sie mit den Flüssigkeiten Asche auf, die sich dann auf dem Fleisch absetzt. Sollte es doch einmal zu größeren Flammen kommen, die eine echte Gefahr darstellen, löschen Sie den Grill am besten mit Sand, einer Löschdecke oder einem Feuerlöscher.

Der eLIFE-Extra-Tipp: Wenn Sie keinen eigenen Garten, sondern einen Balkon oder eine Terrasse zur Verfügung haben, können Sie trotzdem wie ein Profi grillen. Welche Richtlinien Sie dabei beachten müssen, erklären wir Ihnen hier.

Die eLIFE-Grill-Checkliste: Sicheres Grillvergnügen

Nach dem Grillen: So klappt das Reinigen und Entsorgen

Sind Bratwürste und Co. verspeist, ist es wichtig, den Grill richtig auskühlen zu lassen. Erst dann sollte man mit der Reinigung beginnen. Die übrig gebliebene Asche können Sie beispielsweise auf den Kompost oder als natürlichen Dünger auf Gartenbeete geben. Haben Sie keinen Garten, entsorgen Sie die Asche am besten im Restmüll.

Übrigens: Ganz ohne Asche und Rauch geht das Grillen mit einem Elektrogrill. Alles über die Modelle und wie Sie besonders energiesparend grillen, erfahren Sie hier.

Die eLIFE-Grill-Checkliste: Die korrekte Nachbereitung

Das gilt es bei Gasgrills zu beachten

Wenn Sie mit einem Gasgrill grillen, gibt es besondere Sicherheitsvorkehrungen. Zuerst einmal sollten Sie Gasflaschen niemals in der Sonne, sondern stattdessen in kühlen Umgebungen lagern. Wenn Sie die Gasflasche mit dem Grill verbinden, prüfen Sie gewissenhaft, ob alle Verschraubungen wirklich dicht sind. Außerdem sollten Sie den Schlauch regelmäßig kontrollieren und gegebenenfalls austauschen.

Sollte sich während des Grillens einmal Gas entzünden, niemals mit Wasser löschen! Stattdessen gilt es zunächst, den Gashahn mit einem Handschuh zuzudrehen, damit kein Gas nachfließt. Dann sollten Sie die Flammen mit einem Fettbrandlöscher ersticken. Das sind Feuerlöscher, die auch für Fett- und Ölbrände geeignet sind. Wenn Sie keinen Feuerlöscher besitzen, nutzen Sie eine Löschdecke.

Nach dem Grillen ist es wichtig, alle Gashähne wieder richtig zu verschließen.

Der eLIFE-Extra-Tipp: Sie planen, sich demnächst auch einen Erdgasgrill zuzulegen? Alle wichtigen Informationen zu den Geräten und worauf Sie bei der Installation und beim Kauf achten sollten, haben wir in diesem eLIFE-Artikel zusammengefasst.