Mobile Klimageräte: So kühlen Sie Räume flexibel

Mobile Klimageräte, wie hier das PAC WE128ECO Silent von De’Longhi, werden einfach aufgestellt.Mobile Klimageräte, wie hier das PAC WE128ECO Silent von De’Longhi, werden einfach aufgestellt.

So wird es kühl im Raum

Mobile Klimageräte ziehen die Wärme aus der Raumluft und führen diese durch einen Schlauch nach draußen. Dieser befindet sich in der Regel im Zwischenraum eines in Kippstellung geöffneten Fensters oder einer Tür. Es gibt auch Geräte mit zwei Schläuchen: einen für die Zu- und einen für die Abluft.

Mobile Klimageräte: Funktionsweise eines mobilen Klimagerätes mit Kältemittel

Funktionsweise eines mobilen Klimagerätes mit Kältemittel

  1. Der Kompressor saugt das gasförmige Kältemittel an und verdichtet es auf hohen Druck und hohe Temperatur.
  1. Im Wärmetauscher, auch als Verflüssiger oder Kondensator bezeichnet, wird das sogenannte Heißgas von einem Ventilator mit Luft gekühlt. Dabei verflüssigt sich das Kältemittel.
  1. Vor dem Ventil staut sich das flüssige Kältemittel und entspannt sich dahinter schlagartig. Durch die Druckabsenkung verdampft das Kältemittel und dessen Temperatur sinkt.
  1. Im Verdampfer nimmt das abgekühlte Kältemittel die Wärme des Raumes auf, indem sich die Luft über dem kalten Wärmetauscher abkühlt und wieder in den Raum geblasen wird.

Was bringen mobile Klimaanlagen?

Sofortige Betriebsbereitschaft

Kein Montageaufwand, kein Eingriff in die Gebäudesubstanz: Monoblocks werden steckfertig geliefert und sind sofort betriebsbereit. Deswegen werden sie oft für Mietwohnungen verwendet.

Mobilität

Dank Rollen können die koffergroßen Geräte flexibel aufgestellt werden, ob im Wohnzimmer oder Schlafzimmer.

Luftfeuchtigkeit

Hohe Temperaturen bei hoher Luftfeuchtigkeit sind unangenehm. Klimageräte entziehen Luftfeuchtigkeit und können bei angenehmen Temperaturen ein Raumklima zum Wohlfühlen schaffen.

Komfort

Je nach Ausstattung verfügen die Modelle über ein LCD-Display, eine Fernbedienung und eine gradgenaue Einstellung der gewünschten Temperatur. Manche Geräte bieten als Zusatzfunktion eine Regulierung der Luftfeuchtigkeit.

Heizen

Sie möchten mit Ihrem Klimagerät auch heizen können? Kein Problem, es gibt zahlreiche Modelle, die diese Zusatzfunktion bieten.

 

Mobile Klimageräte: Das sollten Sie beachten

1. Leistung

Die Leistung von preiswerten Monoblocks ist für größere Räume oft zu gering, um diese deutlich abzukühlen. Bei stärkeren Modellen schnellt der Preis in die Höhe.

2. Stromverbrauch

Mobile Klimageräte verbrauchen viel Strom. Diese fressen meist auch mehr Strom als fest installierte Geräte bei weniger Leistung. Bei intensivem Gebrauch kann sich Ihre Stromrechnung also deutlich erhöhen.

Eine Beispielrechnung: Sie kühlen in einem heißen Monat rund 100 Stunden. Pro Stunde benötigt Ihr Gerät 1,2 Kilowatt. Insgesamt verbrauchen Sie also 120 Kilowattstunden Strom.

Zwei Beispiele zur Orientierung: Frei stehende Kühl-Gefrierkombinationen mit A+++ und circa 280 Liter Nutzinhalt verbrauchen um die 160 Kilowattstunden pro Jahr. Und laut dem Stromspiegel für Deutschland 2014 benötigt in einem Mehrfamilienhaus ein Haushalt mit zwei Personen im Jahresdurchschnitt circa 2.200 Kilowattstunden.

3. Lautstärke

Mobile Klimageräte können recht laut werden. Insbesondere, wenn sie auf Hochtouren laufen. Viele erreichen über 50 Dezibel. Das entspricht in etwa normaler Gesprächslautstärke.

4. Luftschlauch

Für den Schlauch muss ein Fenster oder eine Tür spaltbreit geöffnet sein. Bei Geräten mit einem Schlauch entsteht durch das Abführen von warmer Luft ein leichter Unterdruck im Raum. Dadurch strömt oft warme Außenluft ins Zimmer. Die Folgen: Der Raum wird weniger kühl und gleichzeitig erhöht sich der Stromverbrauch des Gerätes. Bei einem Monoblock mit zwei Schläuchen entsteht kein Unterdruck.

5. Fensterabdichtungen

Diese halten die warme Luft draußen. Manchen Geräten liegen sie bei oder sie können als Zubehör gekauft werden.

So finden Sie die passende Monoblock-Klimaanlage

Bevor Sie mit der Suche loslegen, sollten Sie die benötigte Kühlleistung für den zu kühlenden Raum errechnen.

Orientieren Sie sich an 60 Watt pro Quadratmeter. Für 20 Quadratmeter benötigen Sie demzufolge ein Modell mit einer Leistung von circa 1.200 Watt.

Lesen Sie das EU-Energielabel richtig

Raumklimageräte werden in die Energieeffizienzklassen A+++ bis D eingestuft, gekennzeichnet durch eine Farbskala. Dunkelgrün steht für A+++ und bedeutet, das Gerät gehört zu den sparsamsten. Solche Modelle verbrauchen im Vergleich zu Klimaanlagen der Klasse B rund 40 Prozent weniger Strom (Einschlauchgerät im Kühlbetrieb). Kennzeichnungspflichtig sind Klimageräte bis zwölf Kilowatt Kühlleistung.

Mobile Klimageräte: Das EU-Energielabel für Klimageräte

Das EU-Energielabel für Klimageräte

Geräte, die neu in den Handel kommen, müssen im Kühlbetrieb mindestens die Energieeffizienzklasse A erfüllen. Für Geräte, die auch heizen können, gilt im Heizbetrieb die Klasse B. Bei Verwendung klimaschonender Kühlmittel gelten geringere Anforderungen.

Bevor Sie also zum preiswerten Baumarkt-Schnäppchen greifen, schauen Sie ganz genau hin: Das Energielabel bietet Ihnen gute Vergleichsmöglichkeiten.

5 Tipps bei der Benutzung von Klimageräten

Temperaturunterschiede: Große Abweichungen zwischen der klimatisierten Raumtemperatur und der Sommerhitze draußen bereiten dem Körper erhebliche Anpassungsschwierigkeiten. Über die schweißnasse Haut kühlt er sehr schnell aus und ist anfällig für einen „Kälteschock“. Außerdem besteht die Gefahr einer Erkältung oder Sommergrippe. Der Temperaturunterschied sollte höchstens sechs Grad betragen.

Luftfeuchtigkeit: Klimageräte können die Luftfeuchtigkeit im Raum so weit herunterregulieren, dass das Raumklima als unangenehme Kälte empfunden werden kann und im schlimmsten Fall zur Erkältung führt.

Raumgröße: Setzen Sie das Klimagerät nicht in einem größeren Raum als vorgesehen ein, denn dann läuft die Kühlung die ganze Zeit auf höchster Stufe, aber erzielt nicht den gewünschten Effekt. Die Folgen: Es bleibt heiß und stickig, während die Stromkosten unnötig steigen.

Hitzeschutz: Lassen Sie Wärme gar nicht erst in Ihre Wohnung. Sonnensegel, Roll- oder Fensterläden helfen dabei.

Luftzirkulation: Ein Deckenventilator entlastet die Klimaanlage um etwa 40 Prozent, da der Ventilator die gekühlte Luft im Raum verteilt. Aber auch ein Standventilator bringt die kühle Luft dorthin, wo sie benötigt wird. So kann die Klimaanlage eine Stufe heruntergestellt werden bzw. muss nicht so lange laufen.