Abkühlung? Das geht auch mit einer Wärmepumpe!

Gegen die Sommerhitze: Mit einer Wärmepumpe können Sie Räume kühlen.Gegen die Sommerhitze: Mit einer Wärmepumpe können Sie Räume kühlen.

Wer über eine energieeffiziente Sanierung seines Hauses nachdenkt oder schon beim Neubau vorsorgen will, für den ist eine Wärmepumpe eine Alternative zu anderen Heizungsarten. Denn diese Methode ist sowohl umweltschonend als auch energiesparend.

Schon gewusst? Eine Übersicht darüber, wer in Deutschland wie heizt, finden Sie auch in diesem eLIFE-Artikel.

Wärmepumpe: So funktioniert das energiesparende Heizwerk

Statt mit viel zusätzlicher Energie Luft zu erwärmen, nutzt die Wärmepumpe den vorhandenen Temperaturunterschied zwischen den Wohnräumen und der Umwelt. Die Wärmepumpe entzieht einer natürlichen Quelle Wärme, wie zum Beispiel dem Grundwasser oder dem Erdreich. Die gewonnene Umweltwärme wird dann in der Pumpe als Heizenergie nutzbar gemacht. Im nächsten Schritt wird die Wärme über das Heizsystem im Haus verteilt.

Funktionsweise einer Wärmepumpe zum Heizen

Wärmepumpen sind besonders umweltschonend, da sie nur eine kleine Menge an Energie benötigen, um angetrieben zu werden. Außerdem sind sie komplett emissionsfrei und unabhängig von fossilen Brennstoffen.

Kühlen mit der Wärmepumpe: Diese zwei Varianten gibt es

Klimaanlagen sind in Deutschland nicht sonderlich verbreitet. Aber wussten Sie, dass Sie auch mit Ihrer Heizung kühlen können? Das geht – mit einer Wärmepumpe! Generell funktioniert das mit zwei verschiedenen Varianten: der passiven und der aktiven Kühlung.

1. Die aktive Kühlung

Bei dieser Methode wird der Kältekreislauf in der Wärmepumpe ganz einfach umgekehrt. Dazu muss die Pumpe über einen sogenannten reversierbaren Kreislauf verfügen. Statt der Umwelt entzieht die Wärmepumpe dabei dem Gebäude Energie und gibt diese in Form von Wärme an die Umwelt ab. Das funktioniert ähnlich wie bei einem Kühlschrank. Auf diese Weise nimmt die Temperatur im Inneren des Hauses deutlich ab.

2. Die passive Kühlung

Die passive Kühlungsmethode ist besonders energiesparend und kostengünstig, da die Wärmepumpe dabei selbst nicht in Betrieb ist. Allerdings ist ein zusätzlicher Wärmetauscher nötig. Bei dieser Methode nutzt man die stets niedrigen Temperaturen im Erdreich aus. Die Kälte aus der Erde wird auf das Heizsystem übertragen, zum Beispiel über eine Fußbodenheizung. So wird es im Inneren des Hauses kühler. Der Nachteil an der passiven Kühlung ist allerdings die nur sehr eingeschränkte Kühlleistung: Im Gegensatz zur aktiven Variante kann man die Temperatur in den Räumen nur um etwa drei Grad Celsius senken.

Funktionsweise einer Wärmepumpe zum Kühlen

Der eLIFE-Extra-Tipp: Wer im Sommer mit seiner Wärmepumpe das Haus kühlt, der sorgt auch schon für die nächste Heizperiode vor. Denn die Abwärme, die durch das Kühlen entstanden ist, wird im Boden gespeichert und kann während der kalten Monate wiederum zum Heizen verwendet werden.

2016 wurden in Deutschland 66.500 Heizungswärmepumpen verkauft.

Das eLIFE-Fazit: Wer sein Heizungssystem umweltbewusst und energieeffizient umrüsten will, für den kann eine Wärmepumpe eine echte Alternative sein. Die Anschaffungskosten unterscheiden sich im Allgemeinen kaum von denen anderer Heizungssysteme. Langfristig können Sie durch die Nutzung einer Wärmepumpe daher viel Geld sparen. Und noch einen großen Vorteil hat diese umweltfreundliche Art zu heizen: Sie ist Heizung und Kühlsystem in einem!

Wenn Sie Unterstützung bei der Umstellung auf erneuerbare Energien benötigen, haben wir noch einen Tipp für Sie. In diesem Artikel gibt es alle Informationen zum Thema „grüne Energie für zu Hause“.