Rad-Check: So wird Ihr Fahrrad fit für den Sommer

Sicher und fit unterwegs: So machen Sie Ihr Fahrrad startklar.Sicher und fit unterwegs: So machen Sie Ihr Fahrrad startklar.

Mit diesen fünf Tipps kommen Sie sicher ans Ziel

Damit Sie sicher mit dem Rad unterwegs sind, gilt es einige wichtige Punkte zu beachten. Sowohl die Technik am Fahrrad als auch Ihre Ausrüstung sollten Sie gewissenhaft prüfen. Mit dem eLIFE-Rad-Check haben Sie alles im Blick:

1. Die Reifen

Vor Ihrer ersten Fahrt sollten Sie den Reifendruck messen, da Fahrradreifen mit der Zeit Luft verlieren. Fuß- oder Standpumpen haben ein Messgerät oft integriert. Und auch viele Fahrradfachgeschäfte bieten die Möglichkeit an, den Reifendruck kostenlos zu messen.

Bei einem normalen Erwachsenenrad mit einer Größe von 28 Zoll ist ein Luftdruck von etwa 2,5 Bar empfehlenswert.

Auch das Körpergewicht des Fahrers spielt beim Reifendruck eine Rolle. Die Richtwerte können deshalb um circa 0,5 Bar nach oben oder unten schwanken. Angaben zu Mindest- und Maximaldruck finden Sie auf der Kante Ihrer Reifen. Der Modelltyp beeinflusst ebenfalls die Höhe des Reifendrucks. Rennräder benötigen beispielsweise einen sehr viel höheren Luftdruck als normale Fahrräder.

Überprüfen Sie auf jeden Fall die Reifen auf Fremdkörper. Steckt beispielsweise eine Scherbe im Reifen, sollten Sie diese entfernen und danach testen, ob der Reifen beschädigt ist. Zudem ist es wichtig, das Reifenprofil zu checken.

So kontrollieren Sie die Fahrradreifen.

2. Die Bremsen

Für die Fahrsicherheit sind die Bremsen natürlich besonders wichtig. Sehen Sie deshalb ganz genau hin: Sitzen die Bremshebel fest? Sind die Bremszüge intakt? Hören Sie beim Anziehen der Bremsen ein Knacken? Dann könnte es zum Beispiel sein, dass die Bremsen entlüftet werden müssen.

Schauen Sie sich außerdem die Bremsbeläge an – diese dürfen nicht verdreckt oder zu abgefahren sein. Wenn Sie Zweifel haben, ob mit den Bremsen an Ihrem Rad alles in Ordnung ist, empfiehlt sich der Gang zum Fachmann. Denn eine kaputte Bremse kann im Ernstfall zu schlimmen Unfällen führen.

Das gilt es bei den Bremsen zu beachten.

3. Die Beleuchtung

Eine ausreichende Beleuchtung macht das Fahrradfahren nicht nur sicherer, sondern ist auch gesetzlich vorgeschrieben. Überprüfen Sie vor dem ersten Ausflug deshalb noch einmal alle Lampen. Um Unfälle zu vermeiden und kein Bußgeld zu riskieren, benötigt Ihr Rad mindestens vorne einen Scheinwerfer mit weißem Licht und hinten eine Schlussleuchte mit rotem Licht. An Pedalen und Speichen müssen Sie darüber hinaus Reflektoren befestigen.

Damit die Lampe hell genug scheint, um die komplette Fahrbahn auszuleuchten, achten Sie beim Kauf auf die angegebene Lux-Zahl auf der Verpackung. Je höher dieser Wert, desto heller ist das Licht. Wenn Sie sich unsicher sind, ob die Beleuchtung an Ihrem Rad noch intakt ist, können Sie auch Hilfe beim Fachhändler suchen.

Mehr als 3.000 Fahrradfachgeschäfte in Deutschland bieten einen kostenlosen Lichtcheck an.

Diese Beleuchtung muss Ihr Rad mindestens haben.

4. Der Helm

Nur knapp 31 Prozent aller Deutschen tragen beim Fahrradfahren einen Helm. Dabei kann er im Ernstfall lebensrettend sein. Dafür ist vor allem der richtige Sitz entscheidend – weder zu straff noch zu locker sollte er sein. Ein richtig eingestellter Helm liegt mittig auf der Stirn auf und rutscht nicht über die Augenbrauen. Auch den Kinnriemen sollten Sie nicht zu locker tragen. Im Idealfall passt nicht mehr als ein Finger in den Zwischenraum zwischen Hals und Riemen. Überprüfen Sie daher vor der Fahrradfahrt am besten im Spiegel, ob Schläfen, Hinterkopf und Stirn vom Helm gleichermaßen bedeckt sind. Dann sind Sie startklar!

So sitzt Ihr Helm richtig.

Wussten Sie schon, dass es mittlerweile sogar smarte Fahrradhelme gibt? Diese Helme können Auto- und Fahrradfahrer im Straßenverkehr miteinander vernetzen. Wie das funktioniert, lesen Sie hier.

5. Der richtige Diebstahlschutz

Um Ihr Fahrrad vor Diebstahl zu schützen, ist das richtige Schloss Grundvoraussetzung. Gerade bei teuren Rädern lohnt sich die Anschaffung eines hochwertigen Schlosses.

Als Faustregel gilt: Das Schloss sollte zwischen fünf und zehn Prozent des Neupreises des Fahrrads wert sein.

Als am sichersten gelten stabile Bügelschlösser. Kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch zum Diebstahl, hilft es, zuvor Rahmennummer und Fabrikat des Rades notiert zu haben. Auf diese Weise ist die Wahrscheinlichkeit größer, das gestohlene Rad doch noch wiederzubekommen.

So schützen Sie Ihr Rad vor Diebstahl.

Energiequelle Mensch: So viel Energie erzeugt ein Fahrradfahrer

Ist das Fahrrad erst einmal durchgecheckt, können Sie Ihre nächsten Touren planen. Wussten Sie, dass ein durchschnittlich trainierter Mensch circa 100 Watt an Energie beim Fahrradfahren erzeugt? Spitzensportler schaffen sogar deutlich mehr. In diesem Experiment hat ein muskulöser Radprofi sogar den Kampf gegen einen Toaster aufgenommen.

Kann das auch der durchschnittliche Radfahrer? Zum Vergleich: Um eine Kilowattstunde Energie zu erzeugen, müsste ein normal trainierter Fahrradfahrer etwa zehn Stunden in die Pedale treten. Mit der erzeugten Kilowattstunde könnte man dann beispielsweise einmal den Geschirrspüler laufen lassen. Ganz schöne Strapazen für so eine geringe Menge Energie, oder? Was Sie sonst noch mit einer Kilowattstunde machen könnten, hat eLIFE hier ausführlich für Sie zusammengefasst.

Der eLIFE-Extra-Tipp: E-Bikes, also elektrisch betriebene Fahrräder, liegen momentan voll im Trend. Mit den Rädern sind Sie schneller unterwegs als mit einem normalen Fahrrad und müssen weniger in die Pedale treten. Sobald Sie anfahren, unterstützt der elektrische Motor automatisch bei der Beschleunigung. In unserem E-Bike-Einsteiger-Guide erfahren Sie, wie Sie die elektrischen Räder sicher fahren.