E-Bike-Guide: So starten Sie elektrisch durch

Tipps für Einsteiger: eLIFE zeigt Ihnen, wie Sie mit einem E-Bike richtig durchstarten.eLIFE verrät Ihnen, wie Sie mit dem E-Bike auch als Anfänger eine gute Figur machen.

1. Vorbereitung ist alles, auch beim E-Bike

Auch wenn Sie es kaum erwarten können: Nehmen Sie sich vor der ersten Fahrt mit dem E-Bike etwas Zeit. Ebenso wie bei einem nicht-elektrischen Fahrrad sollten Sie das Zweirad an Ihre Statur anpassen. Stellen Sie die Sattel- und Lenkerhöhe Ihrer Größe entsprechend ein und justieren Sie die Bremsgriffe so, dass sie angenehm zu erreichen sind. Auch den Reifendruck überprüfen.

2. Elektrisch durchstarten

Für Ihre ersten Fahrversuche ist eine verkehrsberuhigte Straße am besten geeignet. Dort können Sie auch in Ruhe ausprobieren, wie stark der E-Bike-Motor Ihre Trittenergie unterstützen soll. Die Steuereinheit, die Sie am Lenker finden, stellt Ihnen meist drei verschiedene Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung: 50, 100 oder 150 Prozent.

Der eLIFE-Extra-Tipp: Fangen Sie zunächst einmal klein an. Um sich mit dem E-Bike vertraut zu machen, empfiehlt sich die niedrigste Stufe. Auch zum Anfahren sollte erst einmal ein kleiner Gang gewählt werden.

Der E-Bike-Test: Die eLIFE-Redaktion hat drei aktuelle E-Bikes getestet. Hier finden Sie alle Informationen und die schönsten Bilder zum E-Bike-Test 2016.

3. Radeln mit Rückenwind

Nun können Sie langsam anfahren. Sobald Sie Druck auf die Pedale ausüben, unterstützt Sie der E-Bike-Motor automatisch bei der Beschleunigung. Mit diesem Rückenwind stellt sogar die Anfahrt am Berg kein Problem mehr dar.

Achten Sie auch darauf, wie Ihre Bremsen reagieren: Das höhere Gewicht des E-Bikes macht sich hier besonders bemerkbar. Der Bremsweg ist länger als bei einem leichteren Fahrrad.

Hilfe beim Pedaletreten – der Motor vom E-Bike übernimmt für den Fahrer die Bewegung der Pedale.

Der E-Bike-Motor übernimmt für Sie das Treten in die Pedale.

4. Schneller als ein Fahrrad

Ein regelmäßiger Blick auf den Tacho hilft Ihnen dabei, Verkehrssituationen mit der Zeit richtig einschätzen zu können. Vorausschauendes Fahren ist beim E-Bike noch mehr als mit einem normalen Fahrrad gefordert. Wenn Sie sich sicher fühlen, können Sie die Motorunterstützung erhöhen und auch in einen höheren Gang schalten.

Höheres Tempo: Mit einem E-Bike ist man schneller unterwegs als auf einem normalen Fahrrad.

Mit dem E-Bike erreichen Sie höhere Geschwindigkeiten als mit einem Fahrrad.

Der eLIFE-Extra-Tipp: Denken Sie daran, dass andere Verkehrsteilnehmer Sie wahrscheinlich für einen gewöhnlichen Radfahrer halten und demnach eine geringere Geschwindigkeit erwarten.

Der E-Bike-Akku

Ein E-Bike ist immer noch ein Fahrrad. Ist der Akku einmal leer, können Sie zur Not auch mit Muskelkraft nach Hause radeln. Wenn Sie es aber nicht so weit kommen lassen möchten, dann sollten Sie spätestens nach 40 bis 60 Kilometern den Akku laden. Am besten jedoch nach jeder Fahrt.

E-Bike einfach aufladen – entweder daheim an der Steckdose oder an einer Ladestation an Tankstellen und in Bike-Shops.

So laden Sie den E-Bike-Akku:

Den Akku laden Sie ganz einfach an jeder Steckdose auf – ob zu Hause oder an einer Ladestation, die es mittlerweile schon an Tankstellen oder in Bike-Shops gibt.

Der durchschnittliche Preis für eine Volladung beträgt beim E-Bike etwa 10 bis 15 Cent.

So viel kostet eine Akku-Ladung:

Der Preis für eine Vollladung variiert natürlich je nach Kapazität und Größe Ihres E-Bike-Akkus. Generell kann man aber sagen, dass es etwa zehn bis 15 Cent sind – bei einem durchschnittlichen Preis von 28 Cent pro Kilowattstunde in Deutschland.

Je nach Akkugröße benötigt das E-Bike 2 bis 4 Stunden, um aufzuladen.

So lange dauert eine Akku-Ladung:

Sie können von etwa zwei bis vier Stunden ausgehen, je nach Akku-Größe. In der Regel reicht aber eine Stunde laden für eine Strecke von 20 Kilometern.

Die Reichweite beim E-Bike hängt ab vom Modell und liegt zwischen 50 und 100 Kilometer.

So weit reicht ein Akku:

Die genaue Reichweite hängt nicht nur von der Akku-Kapazität ab, sondern auch von Ihrer Fahrweise und der Streckenbeschaffenheit. Beim Bergabfahren und beim Bremsen fließt die freiwerdende Energie wieder zurück in den Akku. Hersteller legen eine Reichweite von bis zu 100 Kilometern mit einem Touren-E-Bike fest, ein sportliches Rad liegt eher bei 50 Kilometer Reichweite.

Beim E-Bike zeigt die Akku-Anzeige, wann es Zeit zum Aufladen ist.

Die Akku-Anzeige am E-Bike verrät Ihnen, wann es Zeit zum Aufladen ist.

Der eLIFE-Extra-Tipp: Bei regelmäßigen längeren Fahrten sollten Sie über einen zweiten Akku nachdenken. Akkus sind mit einem Preis ab etwa 250 Euro bis 800 Euro (Luxus-Modelle) nicht gerade günstig, können aber auch bei E-Bike-Shops für einen Ausflug ausgeliehen werden.

Die Sicherheit beim Fahren des E-Bikes

Diese Punkte lassen wir gerne von den Experten erklären:

3 eLIFE-Sicherheitstipps zum Bike-Zubehör

Kopfschutz: Helmpflicht besteht zwar nur für die schnelleren S-Pedelecs, auf einen Schutz für den Kopf sollten Sie dennoch nicht verzichten, schon wegen der im Vergleich zum Fahrrad höheren Geschwindigkeit.

Beleuchtung: Brenzlige Situationen entstehen meist, wenn Radfahrer übersehen werden. Vermeiden Sie Unfälle, indem Sie an Ihrem E-Bike eine StVO-konforme Beleuchtung aus Scheinwerfer, Rückstrahler und Reflektoren verwenden. So sind Sie auch am Abend oder wenn das Wetter einmal schlechter ist immer gut sichtbar für andere Verkehrsteilnehmer.

Diebstahlschutz: Gehen Sie auch beim Diebstahlschutz auf Nummer sicher: Langfinger wissen genau, dass Ihr E-Bike wertvoller ist als der Durchschnitts-Drahtesel. Nutzen Sie ein Faltschloss, wenn Ihnen Bügelschlösser zu schwer und Kabelschlösser zu unsicher sind.