Die 7 größten Fehler beim Heizen

eLIFE Hinweis: Ist die Heizung verdeckt, treibt es den Energieverbrauch beim Heizen in die Höhe.Fehler beim Heizen: Alles, was den Heizkörper verdeckt, treibt den Energieverbrauch in die Höhe.

Diese Fehler beim Heizen vermeiden und Geld sparen

1. The Heat is on!

Beim Verlassen der Wohnung die Heizung abdrehen? Lieber nicht. Denn was Energie sparen soll, kann das Gegenteil bewirken. Grundsätzlich gilt: Es ist mehr Energie notwendig, um kalte Räume wieder aufzuheizen, als eine Mindesttemperatur zu halten. Kalte Luft kann zudem Luftfeuchtigkeit weniger gut aufnehmen, was zu feuchten Wänden führen kann. Es ist also besser, die Räume gleichmäßig zu beheizen. Die Mindesttemperatur sollte 16 Grad betragen.

Räume nicht auskühlen lassen, sondern gleichmäßig beheizen

2. Ab ins Warme

Heizen durch die offene Tür: kann man so benachbarte Räume beheizen? Ja, das geht. Doch gibt es einen wichtigen Punkt zu beachten: Gelangt Luft von einem warmen in einen kalten Raum, bringt sie neben Wärme auch mehr Luftfeuchtigkeit ein. Kühlt die warme Luft ab, kann Feuchtigkeit in die Wände eindringen und zu Schimmelbildung führen.

Warme Luft bringt Feuchtigkeit mit, die beim Auskühlen in die Wände eindringt

3. Cool Runnings 

Beim Lüften die Fenster nur auf Kipp stellen? Einige glauben, dass dadurch nicht so viel Energie beim Heizen verloren geht, andere wiederum meinen, so schnell für frische Luft zu sorgen. Beides stimmt nicht: Dauer-Kipp tauscht die Luft nur in geringem Umfang aus und es geht viel Wärme verloren. Hinzu kommt, dass das Mauerwerk rund ums Fenster auskühlen kann, wodurch sich Schimmel bilden kann. Besser ist es, die Fenster regelmäßig für ein paar Minuten weit aufzureißen und wenn möglich dabei für Querlüftung zu sorgen. Bei diesem Stoßlüften wird die Luft effizient ausgetauscht.

Durch Fensterkippen geht viel Wärme verloren, effizienter ist Stoßlüften

4. Manche mögen’s heiß

Zum Wohlfühlen müssen es schon 23 Grad oder mehr sein! Natürlich hat jeder Mensch ein individuelles Wärmeempfinden. Allerdings lohnt es sich, die Zimmertemperatur zu reduzieren: Jedes Grad weniger beim Heizen spart rund sechs Prozent Heizkosten. Probieren Sie doch mal aus, ob im Wohnzimmer, Kinderzimmer oder Bad nicht 20 bis 22 Grad genügen. Auch solche Temperaturen werden als warm empfunden. In der Küche reichen 18 bis 20 Grad, im Schlafzimmer 17 bis 20 Grad, im Flur 15 bis 18 Grad und im WC 16 bis 19 Grad.

Jedes Grad weniger spart rund sechs Prozent Heizkosten

5. Ice, Ice, Baby

Feuchte Wäsche trocknet man am besten auf dem Heizkörper! Wird der Heizkörper durch die Wäsche verdeckt, kann die Wärme nicht ungehindert in den Raum gelangen. Dadurch steigt der Energieverbrauch. Außerdem erhöht sich die Luftfeuchtigkeit und im schlimmsten Fall kann es zu Schimmelbildung kommen.

Durch Wäsche auf dem Heizkörper steigt der Energieverbrauch

6. Cooler Look

Hauptsache, das Zimmer sieht schön aus! Was für feuchte Wäsche auf dem Heizkörper gilt, trifft auch für die Inneneinrichtung zu: Verdeckt diese den Heizkörper, treibt das den Energieverbrauch unnötig in die Höhe. Besser ist es also, Schreibtisch oder Sofa beiseite zu räumen oder dafür zu sorgen, dass die Gardine nicht den Heizkörper verdeckt.

Möbel vor dem Heizkörper erhöhen den Energieverbrauch

7. Hitzewellen

Im Badezimmer nur kurz und kräftig heizen? Auch in diesem Zimmer ist es besser, gleichmäßig zu heizen. Dreht man die Heizung kurzzeitig voll auf, erwärmt sich zwar die Luft, die Wände bleiben jedoch noch länger kühl. Die Folge ist ein feuchtes Bad – ein idealer Nährboden für Schimmel.

Das Badezimmer sollte immer gleichmäßig beheizt werden

Das eLIFE-Fazit: Egal ob Mietwohnung oder Eigenheim: Die Heizkosten haben einen erheblichen Anteil an den Haushaltsausgaben. Richtig zu heizen sorgt nicht nur für ein optimales Raumklima, sondern trägt auch dazu bei, die Haushaltskasse zu entlasten. Um sofort Heizkosten zu sparen, sind keine großen Investitionen nötig. Weder der Verbrauch eines Gerätes kann verändert werden noch der Strompreis. Nur das eigene Verhalten beim Heizen kann jeder dahingehend beeinflussen, dass weniger Energie verbraucht wird.